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Superfood Hanfsamen – Teil 1 – Gesund & Lecker

Gut für Gehirn, Blut und Stimmung. Die Renaissance einer Nutzpflanze

Hanfsamen? Willst Du uns high machen?“ Das höre ich oft auf meinen Seminaren, wenn ich in den Pausen ein Schälchen mit Hanfsamen als Snack anbiete, die wie dunkle Buchweizenkörner aussehen. Besorgte Reiki- und Ernährungsinteressierte kann ich dann regelmäßig beruhigen: Der Samen von Nutzhanf hat keinerlei Drogenwirkung!

Leider gerieten Hanfsamen und Hanföl als menschliche Nahrung infolge des weltweiten Verbotes von Marihuana ins Abseits. Dabei war Hanföl noch bis zum 2.Weltkrieg ein beliebtes Pflanzenöl. Vielleicht kann dieser Artikel zur Renaissance von Hanfsamen als Lebensmittel beitragen, da sie zweifelsfrei zu den ernährungsphysiologisch hochwertigsten Ölfrüchten gehören, die seit Jahrtausenden für die menschliche Ernährung genutzt wurden.

Seit wenigen Jahren fördert die EU das Comeback des Nutzhanfes als nachwachsender Rohstoff und Lieferant hochwertiger Fasern und Samen. Wissenschaftler prophezeihen dem hochwertigem Hanf eine goldene Zukunft als Samen- und Ölpflanze. Heute kann man in Reformhäusern, Naturkostläden und im Versand Hanfsamen aus Bio-Anbau sowie kaltgepresste Hanföle bekommen, daneben auch eine Vielzahl von Hanf-Produkten wie Hanf-Nudeln, Hanf-Müsli-Riegel und Hanfeis.

David Wolfe weist in seinem Bestseller „Die Sonnen-Diät“ (Goldmann) ausführlich darauf hin, wie wichtig pflanzliche Fette für Rohköstler sind, die „bei der Stange bleiben“ und nicht abmagern wollen. Hochwertige Fette sind für jeden Ernährungsbewussten ein „Muss“, und: Fett macht nicht fett, sondern gesunde Fette helfen sogar beim Schlankbleiben. Gute Pflanzenfette sollten nach David Wolfe und Stephen Arlin etwa 5 Prozent unserer täglichen Nahrungsmenge ausmachen, als Nüsse, Samen, Avocados, Oliven und wirklich kaltgepressten Öle. Nur dadurch kann der Körper Muskelmasse aufbauen, unser Gehirn mit Lipiden für den Aufbau von Nervenzellen und Neurotransmittern versorgen und psychisch im Gleichgewicht und mental in Hochform sein. David Wolfe propagiert 70 Prozent Obst inklusive Gemüsefrüchten wie Gurken, Tomaten und Paprika, 25 Prozent grünes Gemüse, vorzugsweise Wildkräuter, und 5 Prozent hochwertige Pflanzenfette.

Was macht Hanfsamen und Hanföl so wertvoll als Lebensmittel?

Sowohl Hanfsamen als auch Hanföl enthalten zu einem sensationell hohen Prozentsatz von 90 Prozent mehrfach ungesättigte Fettsäuren, abgekürzt MUFS. Das Hanföl enthält 50 bis 70% Linolsäure und zu 15 bis 25 Prozent Alpha-Linolensäure, welche nur in wenigen Pflanzenölen vorkommen. In seiner ausgewogenen Fettsäurezusammensetzung ist Hanföl eines der wertvollsten Speiseöle. Im Hanfsamen kommen noch wichtige Ballast- bzw. Faserstoffe hinzu. Nur 15 bis 20 Gramm Hanföl, das entspricht einher Handvoll oder 3 bis 4 Teelöffeln Hanfsamen, deckt unseren Tagesbedarf an den wichtigsten essentiellen Fettsäuren, die der Körper durch die Nahrung aufnehmen muss!

Die vorwiegend mehrfach ungesättigten Fettsäuren im Hanfsamen wirken als Antioxidantien und schützen unsere Gefäße, auch die vom Herzen, vor dem Angriff aggressiver Sauerstoffmoleküle. Alpha-Linolensäure wirkt ähnlich wie Fischöl vorbeugend zur Verhütung von Herz-Kreislauferkrankungen. Der Vorteil gegenüber Fischöl: Hanföl ist nicht mit Schwermetallen wie Meeresfisch am Ende der Nahrungskette belastet. Und auch Vegetarier können bei Hanföl und Hanfsamen beherzt zugreifen. Die Gamma-Linolensäure, im Hanföl bis zu 4 Prozent enthalten, wirkt therapeutisch und vorbeugend zum Beispiel beim Prämenstruellen Syndrom PMS, rheumatischer Arthritis und Diabetischer Neuropathie.

(Quelle: Barbara Simonsohn, “Superfood Hanf – Eiweißwunder und Heilmittel”, Schirner-Verlag, 32 Seiten, 12,90 Euro, www.Barbara-Simonsohn.de)

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