Geschichte

Superfood Hanfsamen – Teil 2 – Bewegte Geschichte

Heute beschäftigen wir uns u.a. mit der Geschichte des Hanfs als Nahrungsmittel:

 

Zur Geschichte vom Hanf als Nahrungsmittel

Die Hanfpflanze ist in Zentralasien, im „Reich der Mitte“, beheimatet, wo sie noch heute auch wild wächst. Schon aus dem 28. Jahrhundert vor Christi sind Zeugnisse von der Kultivierung von Hanf überliefert! Vermutlich wird Hanf schon seit etwa 10 000 Jahren angebaut und stellt damit einer der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit dar. Noch heute zählen Hanfsamen in China neben Reis und Hirse zu den wichtigsten Körnerfrüchten.

Aufzeichnungen aus dem 14.Jahrhundert nach Christi aus China belegen, dass Hanfsamen von den Chinesen als Garant einer gesunden Konstitution und für ein langes Leben betrachtet wurden. Therapeutisch wurden sie innerlich bei Durchfall, Vergiftungen, Erbrechen, Verstopfung, Ruhr und Menstruationsbeschwerden verabreicht, und äußerlich bei Geschwüren, offenen Wunden, Hautkrankheiten, Haarausfall und Lepra.

In Griechenland und Rom wurde Hanföl als Medikament im 1.Jahrhundert nach Christi Geburt eingeführt. Berühmte Ärzte der Antike wie Gaben, Plinius und Dioscorides propagierten die medizinische Anwendung von Hanfsamen und –Wurzeln bei Ohrenschmerzen und Verdauungsstörungen.

Die früheste schriftliche Nennung von Hanf in Deutschland findet sich im Capitulare Karls des Großen um 800 nach Christi. Fundstellen mit Hanffrüchten finden sich in Neuss, Rheinland, und Hessen, Butzbach, die belegen, dass die Verwendung von Hanf seit Beginn unserer Zeitrechnung in unserem Kulturkreis bekannt war. Hildegard von Bingen, geboren 1099, empfahl Hanfsamen als schmerzlinderndes Mittel. Hanfsamen wurden in Europa im Mittelalter als Grabbeigabe Toten mitgegeben, als so wertvoll erachtete man ihn, und man fand Hanfsamen auch im Wikinger-Schiffsgrab der Königin von Oseberg in Norwegen. Peter Schoofer, Kräuterarzt, weist in seinem Kräuterbuch von 1485 darauf hin, dass Hanf erfolgreich Wassersucht, Schmerzen, Blähbauch, Geschwüre und Karbunkel lindert und heilt.

 

Die wertvollen Inhaltsstoffe

Hanfsamen sind braune bis schwarzgraue Nüsschen mit 3 bis 4 Millimeter Durchmesser. Sie enthalten viele B-Vitamine, vor allem Vitamin B1 und B2, und außerdem Vitamin E, Kalzium, Magnesium, Kalium und Eisen. 100 Gramm, das sind fünf Hände voll, enthalten 70 Gramm Linolsäure, wobei 10 Gramm, das sind zwei Teelöffel, bereits den Tagesbedarf decken. Außerdem enthalten 100 Gramm Hanfsamen noch 20 Gramm Alpha-Linolensäure, der Tagesbedarf liegt bei einem Gramm, und 3 Gramm Gamma-Linolensäure.

Der Proteingehalt des Hanfsamens beträgt bis zu 25% und liegt damit zwischen Leinsamen (18 Prozent) und Sojabohnen (35%). Hanfsamen und das daraus gewonnene Öl enthalten alle acht essenzielle Aminosäuren, welche der Körper nicht selbst herstellen kann. Wenn nur eine dieser Aminosäuren fehlen würde, könnte der Körper mit den anderen nichts anfangen. Daher sind Lebensmittel, in denen alle essentiellen enthalten sind, so wichtig für unsere Eiweißversorgung. Das Aminosäurenprofil im Hanfsamen entspricht fast genau dem des menschlichen Körpers, dieses „ideale Aminosäurenprofil“ weist sonst nur die wild wachsende AFA-Alge oder Avocados auf. Besonders Frauen nehmen meist zu wenige Aminosäuren zu sich, und ihr Eiweißstatus ist damit unbefriedigend. Schon 100 Gramm Hanfsamen decken mit etwa 20 Gramm Protein fast die Hälfte des menschlichen Tagesbedarfs eines Erwachsenen an Protein von etwa 45 Gramm.

(Quelle: Barbara Simonsohn, “Superfood Hanf – Eiweißwunder und Heilmittel”, Schirner-Verlag, 32 Seiten, 12,90 Euro, www.Barbara-Simonsohn.de)

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